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Reanimation & AED

Herzdruckmassage: Warum jede Minute zählt

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute ohne Hilfe. Prüfen, Rufen, Drücken: So einfach ist Wiederbelebung.

Von simutrain Notfallseminare Inh. Daniel Kittner31. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Herzdruckmassage an einer Übungspuppe neben einem AED
Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen, beim Einkaufen, im Büro oder beim Sport. Ohne Sauerstoff beginnt das Gehirn bereits nach wenigen Minuten Schaden zu nehmen. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen oft mehrere Minuten. Genau diese Zeit können Ersthelfende überbrücken.

Prüfen

Sprechen Sie die Person laut an und rütteln Sie sie an den Schultern. Reagiert sie nicht, machen Sie die Atemwege frei, indem Sie den Kopf leicht nach hinten neigen und das Kinn anheben. Prüfen Sie höchstens zehn Sekunden lang, ob sie normal atmet. Schnappatmung, also seltene, unregelmäßige Atemzüge, ist keine normale Atmung.

Rufen

Wählen Sie die 112 oder lassen Sie eine andere Person anrufen. Stellen Sie das Telefon auf Lautsprecher, die Leitstelle kann Sie durch die Maßnahmen begleiten. Bitten Sie umstehende Personen, einen Defibrillator (AED) zu holen, falls einer in der Nähe ist.

Drücken

  • Den Handballen in die Mitte des Brustkorbs legen, die zweite Hand darauf.
  • Mit gestreckten Armen fünf bis sechs Zentimeter tief drücken.
  • Ein Tempo von 100 bis 120 Mal pro Minute halten.
  • Den Brustkorb nach jedem Drücken vollständig entlasten.
Wenn Sie es sich zutrauen, geben Sie nach 30 Kompressionen zwei Beatmungen. Wer nicht beatmen möchte, drückt einfach ohne Pause weiter. Wichtig ist, nicht aufzuhören, bis der Rettungsdienst übernimmt oder die Person wieder normal atmet.

Der AED hilft mit

Ein automatisierter externer Defibrillator gibt klare Sprachanweisungen und entscheidet selbst, ob ein Schock nötig ist. Schalten Sie ihn ein, sobald er da ist, und folgen Sie den Anweisungen. Die Herzdruckmassage wird nur für die Analyse und den Schock kurz unterbrochen.

Keine Angst vor Fehlern

Der einzige echte Fehler ist, nichts zu tun. Wer regelmäßig an einer Übungspuppe trainiert, verinnerlicht Druckpunkt, Tiefe und Rhythmus und handelt im Ernstfall schneller.