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Erste Hilfe im Alltag

Stabile Seitenlage: So geht sie richtig

Bewusstlos, aber die Atmung ist normal? Dann schützt die stabile Seitenlage die Atemwege. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Von simutrain Notfallseminare Inh. Daniel Kittner31. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine Person wird in die stabile Seitenlage gebracht
Eine bewusstlose Person kann ihre Atemwege nicht mehr selbst schützen. Die Zunge kann zurückfallen, und Erbrochenes oder Blut können in die Lunge gelangen. Die stabile Seitenlage verhindert das und gehört zu den wichtigsten Maßnahmen der Ersten Hilfe.

Wann ist sie richtig?

Die stabile Seitenlage ist für Menschen gedacht, die nicht ansprechbar sind, aber normal atmen. Atmet die Person nicht oder nicht normal, ist stattdessen sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen.

Schritt für Schritt

  • Neben der Person knien, ihre Beine strecken.
  • Den nahen Arm angewinkelt mit der Handfläche nach oben neben den Kopf legen.
  • Den fernen Arm über die Brust führen und die Hand an die nahe Wange legen, festhalten.
  • Das ferne Bein am Knie anwinkeln und die Person an diesem Bein zu sich herüberziehen.
  • Das oben liegende Bein so ausrichten, dass Hüfte und Knie im rechten Winkel liegen.
  • Den Kopf leicht nach hinten neigen und den Mund öffnen, damit Flüssigkeit abfließen kann.

Weiter beobachten

Wählen Sie den Notruf 112, falls noch nicht geschehen. Decken Sie die Person zu, um sie vor Auskühlung zu schützen, und bleiben Sie bei ihr. Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung. Hört die Person auf, normal zu atmen, drehen Sie sie auf den Rücken und beginnen Sie mit der Wiederbelebung.

Besondere Situationen

Auch bei Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule hat freie Atmung Vorrang. Schwangere werden bevorzugt auf die linke Seite gelegt, um Druck auf die große Hohlvene zu vermeiden. Bei Säuglingen wird statt der Seitenlage eine Bauchlage mit seitlich gedrehtem Kopf oder das Halten im Arm empfohlen.

Üben lohnt sich

Die einzelnen Handgriffe wirken auf dem Papier kompliziert, gehen nach ein paar Übungsdurchgängen aber leicht von der Hand. Ein Erste-Hilfe-Kurs bietet genau diese Gelegenheit.